Die Chronik von Leipen

Geschrieben von Siegfried Döge, 1964 veröffentlicht, 53 Seiten.

Aus dem Inhalt

Napoleon I. hatte die deutschen Staaten unterjocht. Zwar nahmen in Leipen in allen den Jahren der Knechtschaft Geburt und Tod und die Arbeit unbkümmert ihren Fortgang. Das wurde nach der Schlacht bei Jena 1806 anders, als der Einmarsch der Franzosen ins sächsische Gebiet erfolgte und die Dörfer auch in der Bornaer Pflege vom Feinde überschwemmt wurden. Im Frühjahr 1813, nach dem Kriegszuge des Franzosenkaisers nach Russland, wurde es um Leipen lebhafter, da größere Kriegsereignisse in bedenkliche Nähe rückten. Im April erschienen um Borna kleinere Heeresabteilungen der verbündeten Russen und Preußen. Im Hauptquartier zu Borna wohnten alle großen Heerführer: Kaiser Alexander von Russland, der König v. Preußen, Blücher, Scharnhorst, Gneisenau und andere. Tag und Nacht zogen in Eilmärschen mit Hörnerklang und Trommelwirbel Regiment auf Regiment auf allen Wegen und Straßen nach Pegau zu. Es war der Anmarsch zur gewaltigen Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai 1813. In dieser behaupteten die Franzosen das Schlachtfeld, und die Verbündeten mußten sich zurückziehen auf denselben Wegen, die sie zum Anmarsch benutzt hatten, auch auf der Poststraße und der alten Straße über Leipen nach Borna zu. Ihnen folgten die Franzosen und forderten in den Bauerndörfern Fourage, Proviant vor allem Spanndienste

Inhaltsverzeichnis
Geleit!
Der Braunkohlentagebauneuaufschluß Peres
Die ersten Menschen betreten die Leipener Flur
Sorben gründen das Dorf
Bauernlasten im Amtsdorfe Leipen
Kriegsschrecken und Heimsuchungen
„Wüste Marken“ um Leipen
Der siebenjährige Krieg
Leipen und die Völkerschlacht 1813
Die Dorfgeschichte der letzten 100 Jahre
Alte Sitten und Gebräuche
Das Neubeginnen nach 1945
LPG „Vereinte Kraft“ Pödelwitz
Aufbau der demokratischen Schule
Nachwort
Quellenverzeichnis