Das Dorf im Tal Döhlen – eine Ortsgeschichte

Geschrieben von Helmut Bredel,
2011 veröffentlicht, 64 Seiten plus Anlagen.

Aus dem Inhalt:

1412 wird Döhlen als „villa (Dorf) dolen“ erstmals schriftlich erwähnt. Die angebliche Nennung des Ortes in Urkunden des 12. und 13. Jahrhunderts erwies sich als nicht zutreffend. Diese relativ späte schriftliche Überlieferung dürfte jedoch zufallsbedingt sein. Wir können davon ausgehen, dass die Anfänge des Ortes in slawischer Zeit liegen. So leitet sich der Ortsname vom altsorbischen dolina, d. h. Ort im Tal, ab. In der Tat liegt Döhlen in einer flachen Bodensenke. In vor- und frühgeschichtlicher Zeit war dies in der ebenen Landschaft ein günstiger Siedelplatz. Er bot Schutz vor der Witterung, und meist fand sich dort auch das lebensnotwendige Wasser. So verwundert es nicht, dass sich allein in Sachsen der Ortsname Döhlen achtmal nachweisen lässt.

Aufschlussreich ist, dass dem Dorf eine alte Getreideabgabe, das sogenannte Zipkorn, auferlegt war. Das Wort Zip ist slawischen Ursprungs und bedeutet schütten. Das Schüttkorn war vermutlich ursprünglich eine Abgabe der in einem Burgward liegenden Dörfer zum Unterhalt der Burgbesatzung. Auch das Zipkorn ist ein Hinweis auf die slawische Wurzel des Dorfes Döhlen, da es nur von ursprünglich slawischen Dörfern gefordert wurde.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
I. Der historische Rahmen
II. Das Dorf
III. Das Rittergut
IV. Die Flur
V. Karten und Tabellen
VI. Zeittafel
VII. Quellen und Nachweise
Anhang