Unsere Kreisstadt Borna

Geschrieben von Arthur Skur,
1982 von der Kreisleitung Borna des Kulturbundes der DDR herausgegeben, 63 Seiten.

Aus dem Inhalt:

An der Abzweigung der Puschkinstraße (früher Angerstraße) von der Ernst-Thälmann-Straße zieht ein Mehrfamilienhaus die Blicke der Vorübergehenden auf sich. Es entstand 1936/37. Die abgeschrägte Ecke zur Straße ist mit drei figürlichen Darstellungen geschmückt, für die rötlicher Kunststein verwendet wurde. Sie stellen drei Symbole aus Bornas Vergangenheit dar. Von unten nach oben betrachtet, erkennt man eine Bornaer Zwiebelfrau, die dem Haus den Namen „Zwibbel Haus“ einbrachte. Die Zwiebel wurde seit Mitte des 17. Jahrhunderts bis vor wenigen Jahren ausschließlich in Borna-Altstadt angebaut und war durch ihre Qualität in vielen Ländern eine begehrte Speisewürze. Ihr Anbau verlagerte sich – bedingt durch den Bergbau – in Richtung Pötzschau, Zwenkau und Weiderode.

Über der behäbigen Zwiebelfrau thront ein Bergmann in alter Tracht. Er ist die bedeutsamste Symbolfigur. Denn der Bergbau ist es, der unserem Kreis und der Kreisstadt das Gepräge gibt. Besonders nach 1945 nahm er einen enormen Aufschwung.

Das dritte Relief symbolisiert Borna als Garnisonstadt. Ein Soldat mit Pickelhaube und Pferd besagt dem Kundigen, dass Borna von 1849 bis Ende des ersten Weltkrieges Garnison für das Königliche Karabinier-Regiment war, ein schweres Reiterregiment. Merken sollte man sich, dass in der Bornaer Garnison um 1900 erstmalig bei Pferden eine Krankheit festgestellt wurde, die noch heute als „Born’sche Krankheit“ bezeichnet wird und über die jedes größere Lexikon Auskunft gibt.

Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Ein Gang durch die historische Innenstadt
– Wanderung I
Durch Borna-Nord und das Hochhausgebiet
–Wanderung II
Durch die Paul-Paschke-Straße, Gnandorf, Hausgasse über den Dinterplatz zurück zur „Weißen Brücke“
– Wanderung III
Durch Borna-Ost, Wenig-Borna und die Altstadt
– Wanderung IV
Nach Borna-West und zurück
– Wanderung V
Zeittafel
Quellennachweis