Böhlen – Vom Rittersgutdorf zur Industriestadt

Geschrieben von Gregor Kaufmann und Thomas Nabert,
2002 von Pro Leipzig e. V. veröffentlicht, 108 Seiten.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/966622472

Aus dem Inhalt:

„Zukunft braucht Heimat“ – diese alte Weisheit gilt natürlich auch für die vergangene und künftige Entwicklung von Böhlen. Geschichte kann nicht nur helfen, den Wohnort und das Wohnumfeld „lesbarer“ zu gestalten, Identität zu stiften und ein positives Image zu fördern, sondern ist auch ein wichtiger Ratgeber für die Stadtgestaltung, die Traditionspflege bzw. Festkultur und vieler anderer Bereiche des Alltags. Für eine Ort wie Böhlen, der sich binnen weniger Jahrzehnte von einem Rittergutsdorf in eine Industriestadt verwandelt hat und in dem vor allem zwischen den 20er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts viele Menschen eine neue Heimat gefunden haben, kommt der Geschichte eine besondere Bedeutung zu. Die Aufarbeitung der Vergangenheit war bisher jedoch nicht von Kontinuität geprägt. Geschlossene chronistische Aufarbeitungen wie vom Pfarrer Pinder für die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhundets oder von Oskar Fritzsche für die 20er bis 40er Jahre des letzten Jahrhunderts, sind die Ausnahme.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
Das Dorf Böhlen vor seiner Ersterwähnung bis zum 19. Jahrhundert
– Belen, Dubin, Jaulis und Scheschewitz
– Das alte Dorf Böhlen
– Die Pfarrkirche
– Das Rittergut
– Das Pfarrhaus
– Kirchhof und alter Friedhof
– Die sieben Teiche
– Die Dorfschule
– Die Schrecken des Krieges
– Vom Rittergutsdorf zur Landgemeinde
– Das Pfingstbier
Verstädterung und Industrialisierung
– Die Eisenbahn
– Erste Gewerbeansiedlungen und die Unternehmungen der Herren Dodel

– Der Fortunapark

– Ein Gemeindevorsteher in zwei Jahrhunderten
Der Aufbruch in eine neue Zeit
– Industriekomplex, Großtagebau und Wandel des Ortsbildes

– Die neue Schule
– Die Anlage des Zentralfriedhofes
– Die freiwillige Feuerwehr

– Das A.S.W.-Bad

– Die Spar- und Girokasse
– Die neue Post
– Die Anfänge der Sportbewegung
– Die Gaststätten
– Bürgermeister und Polizei
– Von der „roten“ zur „braunen“ Hochburg
– Einer, der nicht Gemeindevorstand werden wollte
– Notizen aus dem Jahr 1933
– Erinnerung an Zeschwitz
Kombinat, Stadt und Stagnation
– Die Entwicklung zum Kombinat und die Stadtgründung
– Das Kulturhaus
– Betriebsberufsschule und Lehrwerk
– Der Flugplatz

– Die katholische Kirche
– Eine Hochburg des Sports
– Das Gesundheitswesen
– Die Volkspolizeistation
Gaulis in der früheren Zeit
Aus der Geschichte von Großdeuben
– Die frühsten Nachrichten
– Das Rittergut
– Die Kirche
– Die Schule
– Aufstieg
– Teildevastierungen und Eingemeindung nach Böhlen
Strukturwandel und neue Landschaften
– Böhlen wird bunter
– Der Chemie- und Energiestandort erhält eine Chance
– Auen, Wälder, Seen …
Verwendete Quellen und Literatur, Bildnachweis und Impressum