Kohleindustrie im Raum Borna

Tagebau Peres (1966–1991)

Informationen
Lage: ehem. Tagebau zwischen Groitzsch und Böhlen
Besonderheiten: von den 1960er bis in die 1980er Jahre sprach man in der DDR vom modernsten Tagebau der Republik und einem der technologisch fortgeschrittensten Tagebaue Europas – es war ein Novum, dass Abraum und Kohle ausschließlich über Bandanlagen transportiert wurden
Belieferte Werke: Altkraftwerk Lippendorf, Braunkohlenveredlungswerk Böhlen
Abbauverlauf: im Uhrzeigersinn von Pödelwitz zunächst Richtung Groitzsch, dann Richtung Böhlen Werke drehend
Verlorene Orte: Leipen (1965/66)
Piegel (1976–78)
Peres (1982/83)
Betroffene Menschen: rund 300
Landinanspruchnahme: 2080 ha
Rohkohleförderung: 139,9 Mio. t
Abraumbewegung: 2656,4 Mio. m3
Zeitleiste
1963 Vorbereitung der Feldentwässerung
1966 Beginn der Aufschlussbaggerung
1970 Aufnahme der Rohkohleförderung
1975 Beginn des Regelbetriebes und Innenverkippung
1978 Tageshöchstleistung mit rund 33000 t Rohkohle
1979 Maximale jährl. Fördermenge mit ca. 9,2 Mio t erreicht
1985 insgesamt 100 Mio t Rohkohle wurden gefördert
1991 Stundung des Tagebaus
1999 Zusammenfassung der Tagebaufelder Peres, Groitzscher Dreieck und Schleenhain zum Tagebau Vereinigtes Schleenhain
Weitere Hinweise
In diesem Verzeichnis: Tagebau Groitzscher Dreieck
  Tagebau Schleenhain
  Tagebau Vereinigtes Schleenhain