Kohleindustrie im Raum Borna

Tagebau Borna-Ost (1960–1985)

Informationen
Lage: ehem. Tagebau ssö der Stadt Borna
Belieferte Werke: nahtloser Übergang der Förderung vom 1962 stillgelegten Tagebau Neukirchen – der Tagebau belieferte Kraftwerke und Braunkohleveredlungsanlagen der Umgebung mit Rohbraunkohle
Abbauverlauf: das Abbaufeld schwenkte zwischen 1966 und 1968 im Uhrzeigersinn an Borna vorbei und bewegte sich anschließend in Richtung Süden bis östlich von Neukirchen
Verlorene Orte: Wüstung Abtsdorf (1964–1966)
Abtei (1964–1966)
Verlorene Flure: 1967 bis 1971 Wagnergrund, der vom ehemaligen Stadtwald Borna in nördlicher Richtung zum Lerchenberg verlief, von 1979 bis 1981 gruben sich die Bagger durch die Auen von Schönauer Bach und Harthbach westlich der Orte Schönau und Nenkersdorf
Betroffene Menschen: rund 130
Heutige Spuren: Harthsee (Restloch Nenkersdorf)
Landinanspruchnahme: 1272 ha
Rohkohleförderung: 98,2 Mio. t
Abraumbewegung: 354,6 Mio. m3
Zeitleiste
1954 Erkundung der Lagerstätten
1957 Entwässerung des künftigen Baufeldes
1960 Tagebauaufschluss östlich von Zedtlitz
1961 Beginn der Braunkohleförderung
1982 Aufschluss des Tagebaus Bockwitz als Nachfolger
1983 Einstellung der Abraumbewegung
1985 Ende der Rohkohleförderung
Weitere Hinweise
In diesem Verzeichnis: Tagebau Bockwitz