Kohleindustrie im Raum Borna

Tagebau Schleenhain (1949–1994)

Informationen
Lage: ehem. Tagebau zwischen Lucka und Neukieritzsch
Besonderheiten: das Tagebaufeld Schleenhain gehört zu den großen Lagerstätten im Süden der Leipziger Tieflandbucht. Es ist das einzige, in dem alle abbauwürdigen Flöze des Weißelsterbeckens gewonnen werden können
Belieferte Werke: Braunkohleveredlungsstandorte in Deutzen und Regis-Breitingen, Industriestandort Böhlen-Lippendorf
Abbauverlauf: nördlich des Dorfes Ramsdorf grub sich der erste Bagger in den Untergrund. Im Uhrzeigersinn schwenkte der Tagebau von dort aus um den Drehpunkt II. Der Drehpunkt III befand sich ab 1974 nördlich der Ortslage Heuersdorf
Verlorene Orte: Bosengröba [teilweise] (1952)
Löschütz (1957/58)
Nehmitz [teilweise] (1960/61)
Kleinhermsdorf [teilweise] (1960/61)
Wüstung Stolzenhain (1963)
Schleenhain (1964/65)
Droßdorf (1983)
Wüstung Meuschendorf (1986)
Wüstung Cossa (1988)
Breunsdorf (1988–94)
Wüstung Zöllsdorf (1990)
Betroffene Menschen: rund 1100
Landinanspruchnahme: 2040 ha
Rohkohleförderung: 325 Mio. t
Abraumbewegung: 1,072 Mrd. m3
Zeitleiste
1948 Beginn der Entwässerungsarbeiten
1949 Aufschluss des zukünftigen Tagebaus
1953 Beginn der Kohleförderung
1956 Beginn der Innenverkippung
1995 Stundung und technische Modernisierung
1999 Zusammenfassung der Tagebaue Peres, Groitzscher Dreieck und Schleenhain zum Tagebau Vereinigtes Schleenhain
Weitere Hinweise
In diesem Verzeichnis: Tagebau Groitzscher Dreieck
  Tagebau Peres
  Tagebau Vereinigtes Schleenhain