Kohleindustrie im Raum Borna

Tagebau Espenhain (1937–1996)

Informationen
Lage: ehem. Tagebau im Süden der Stadt Markkleeberg
Belieferte Werke: Braunkohlenverarbeitungswerk Espenhain, Großkraftwerk Thierbach
Abbauverlauf: der Tagebau verlief nach dem Aufschluss in westlicher Richtung Böhlen und schwenkte dann nach Norden. Mit dem Erreichen von Markkleeberg um 1980wurde das sogenannte Baufeld West abgeschlossen, und durch Schwenken nach Osten wurde das Baufeld Ost in Angriff genommen, das in Richtung Südost fortgeführt wurde
Verlorene Orte: Stöhna (1955–1957)
Rüben (1955–1957)
Großdeuben, östliche Teile (1956–1963)
Zehmen (1957/58)
Dechwitz, Sestewitz und Göhren (1965–1968)
Crostewitz (1967–1972)
Markkleeberg-Ost, südliche Teile (1974/75)
Vorwerk Auenhain (1976)
Cröbern (1976–1980)
Magdeborn (1977–1980)
Rödgen (1984–1988)
Verlorene Flure: ursprüngl. Pleiße- und Göselaue
Betroffene Menschen: rund 8700
Heutige Spuren: Hochhalde Trages
Rückhaltebecken Stöhna
Markleeberger See
Störmthaler See
Landinanspruchnahme: 3973 ha
Rohkohleförderung: 565 Mio. t
Abraumbewegung: 1706 Mio. m3
Zeitleiste
1937 Aufschluss des Tagebaus
1948 Übergang auf Innenverkippung der Aufschlussmassen
1955 Gründung der Werksbahn
1971 Beginn mit der Stützkippenschüttung
1976 Maximale jährl. Fördermenge mit 16,1 t Rohkohle erreicht
1985 500 Millionste Tonne Rohkohle gefördert
1985 Inbetriebnahme der Bandanlage Espenhain
1994 Beginn Einstellung der Kohleförderung
1996 Ende der Rohkohleförderung