Kohleindustrie im Raum Borna

Tagebau der Witznitzer Kohlenwerke (1911–1937)

Informationen
Lage: ehem. Tagebau n der Stadt Borna
Belieferte Werke: ab 1911 Brikettfabrik Witznitz, ab 1938 die benachbarten Werke in Lobstädt und Großzössen
Abbauverlauf: Aufschluss nördlich des Breiten Teiches in Borna, dann Richtung Gelände der Witznitzer Werke
Verlorene Flure: ursprünglicher Wyhra-Lauf nw von Borna
Heutige Spuren: Witznitzer Kippe,
Spuren ehem. Bahntrassse in Borna-Nord
Rohkohleförderung: 17,5 Mio. t
Zugehörigkeit
1911 Deutsch-Österreichische Bergwerksgesellschaft in Dresden, Aktiengesellschaft
1921 Vereinigte Kohlen-Aktiengesellschaft in Borna;
Pächterin: Deutsche Erdöl-Aktiengesellschaft, Oberbergdirektion Borna
1926 Deutsche Erdöl-Aktiengesellschaft, Oberbergdirektion Borna
1934 Deutsche Erdöl-Aktiengesellschaft, Zweigniederlassung Borna
Zeitleiste
1906 Erkundung neuer Lagerstätten nördlich der Stadt Borna, so auch bei Witznitz
1911 Aufschluss eines neuen Tagebaus auf Witznitzer Flur
1923 Halbierung der Belegschaft als Folge des zunehmenden Einsatzes maschineller Arbeitsverfahren
1932 Großraumförderung wird durch den Bau eines neuen Kohlenbunkers sowie dem Kauf von Großraumzügen vorbereitet
1933 Erweiterung der Werksbahn, um das Großzössener Werk „Dora und Helene“ im Bedarfsfall mit Kohle versorgen zu können
1935 Verlegung der Wyhra
1936 im Bereich des alten Wyhra-Laufes werden zahlreiche fossile Knochen gefunden
1938 Verlängerung der Tagebaufront von 700 auf 1400 m
1938 Vereinigung mit dem Abbaufeldern Viktoria und Dora-Helene zum Tagebau Witznitz-Lobstädt
Weitere Hinweise
In diesem Verzeichnis: Tagebau Viktoria in Lobstädt
  Tagebau Dora und Helene in Großzössen
  Tagebau Witznitz-Lobstädt [Witznitz I]
Beiträge: Geschichte der Witznitzer Kohlenwerke (1911–1945)