Orts- und Flurnamenkatalog

Hain

Informationen zum Ort
Lage: sö Rötha
Ortsnamenformen: 1350: Hain; 1378: Gros Haynn, Hayn maior; 1485: der Haynne; 1528: zum Hayn; 1875: Hain b. Borna
Siedlungsform: Dorf, Landgemeinde mit Pfarrkirche, an Flussaue (Pleiße); erweitertes Gassendorf; gewannähnliche Streifenflur, 542 ha (1900)
Kirchliche Organisation: um 1500; Pfarrkirche(n) (Archidiakonat Grimma/Mr) Pfarrkirche(n) 1548 u. 1900, seit 1922 FilK von Trachenau; FilK von Kreudnitz 1543 bis 1922
Eingemeindungen: 1948 Kreudnitz
Eingemeindet nach: 1971 Kahnsdorf
In der Ortsflur aufgegangen: Gutengröba
Wüstungen in der Ortsflur: Anteil Wüste Mark Crossen
Zustand heute: 1968 bis 1971 wegen Braunkohlentagebau (Tgb. Witznitz II) aufgelöst, Flächen 1994 zu Lobstädt, 2008 zu Neukieritzsch
Im Hist. Ortsverzeichnis: http://hov.isgv.de/Hain_(1)
Gefundene FlurnamenAnmerkungen
Alte Poststraße  
Bergschenke  
Bettellehne  
Bickelborn  
Brückerl, hölzerne Sage: am hölzernen Brückel (Mühlbr.) von Zöpen nach Hain sitzt nachts eine weiße (graue) Gans (ohne Kopf) auf der Weide
Burgstädel, -sterl, -sterle Lage: 200 so; in der Egergrabenschlinge, „Burgsterl“ wird das links vom Fahrwege von Hain nach Zöpen gelegene, von einer Schleife der Pleiße und an der offenen Seite von einem Erdwalle begrenzte Stück Land genannt
Funde: frühdeutsche Scherben
Sage: im Burgsterl gehen drei Selbstmörder um, deren Leichen dort verscharrt sind; auch ein schwarzer Hund (ohne Kopf), eine Frau, Mann ohne Kopf
Butterberg  
Crossen  
Erlen  
Espenhainer Feld Lage: in der Espenhainer Flur
Fehdland  
Gartenteich Sage: Huthwart soll ein früherer Besitzer der Hainer Schenke sein, der im Jähzorn seine Großmagd mit dem „Buttersterl“ erschlug und sie dann in den Gartenteich warf – nach dem Tode spukte er in seinem ehemaligen Besitztume, ging aber auch bis zum „Burgsterle“
Geiersberg  
Grabeholz  
Gericht  
Gotteswiesen Lage: am Weg von Hain nach Kleinzössen
Gröba  
Grubenholz  
Hainsche Schweiz  
Heide  
Heidenteich  
Heilmanns Deich Sagen: an Heilemanns Teiche schwarzer Hund; Schulmeister ohne Kopf mit langem Ochsenschwanze
Holzfeld Lage: in der Flur Kleinzössen
Holzschicke  
Holzung  
Krähholz Lage: 100 m so
Lindenberg  
Lindenborn  
Malberg Lage: der Malberg wurde Anfang der 1880er Jahre von seinem Besitzer abgetragen, weil das Erdreich guter Wiesendünger war – der Graben, der ihn umgab, ist noch deutlich erkennbar – bei dem Abtragen des Berges sollen zwei Schichten rostartig geschichteter Eichenstämme gefunden wurden sein
Sagen: am Malberge Hund mit sehr großem Schwanze; Hund ohne Kopf; Kalb ohne Kopf
Pfarrholzgasse  
Pfarrholzloch  
Pleiße Sage: am Pleißenufer beim Burgsterl geht Huthwart um – „Ein Mann, der den Kaufpreis für eine Kuh, die er abholen sollte, verkart‘t“ hatte, ging hier ins Wasser, nachdem er seinen Stecken in die Erde gestoßen und an ihn seinen Hut gehängt hatte
Schenke Sage: in der Schenke ging früher der „Huthwart“ um – um 1830 Jahren sah „Christof“, als er zu einer Magd dort in die Heirat ging, ihn wiederholt in den Keller steigen – er hatte einen dreieckigen Hut auf und trug eine lange, bis auf den Fußboden reichende Tabakpfeife
Schloßwiesen  
Schlinge, die Lage: zwischen den Wegen v. Hain nach Espenhain u. Mölbis
Schwarzlache  
Tiefer Weg Lage: nach Mölbis
Wallberg