Orts- und Flurnamenkatalog

Gutengröba

Informationen zum Ort
Lage: sö Rötha
Ortsnamenformen: 1424: die Mühle von Hain; 1454: Guttingraw; 1484: die gute Grobe; 1506: Guttengrau; 1551: Grobenn; 1791: die Grbenmühle bey Hayn; 1875: Gröbamühle
Siedlungsform: Mühlengut, an Flussaue; Einzelgehöft
Kirchliche Organisation: 1875 nach Hain gepfarrt
Aufgegangen in der Flur von: Hain
Zustand heute: 1969–1970 wegen Braunkohlentagebau (Tgb. Witznitz II) aufgelöst; Fläche seit 1971 zu Kahnsdorf, 1994 zu Lobstädt
Im Hist. Ortsverzeichnis: http://hov.isgv.de/Gröba,_Guten-
Gefundene FlurnamenAnmerkungen
Furt  
Gänsehals Sage: am Gänsehalse (einer durch die Pleiße gebildeten Schleife) soll früher ein „Raubschloß“ gestanden, auch eine Furt durch die Pleiße geführt haben; beim Sandabgraben (auf dem Hochufer) kamen vor Jahren Arbeiter auf eine kupferne Falltür ...
Kirschallee Sage: an der „Kirschallee“ an der Bergschenke: Kalb ohne Kopf
Pleiße Sage: von der Gröbamühle bis zum Trachenauer Wehre fordert die Pleiße jedes Jahr ein Menschenopfer. Als ein Mann am Ufer hinging, sah er plötzlich (im Sommer!) Laub von den Bäumen fallen, hörte etwas vom Wehre plumpsen ...
Raubschloß Funde: Auf dem Raubschloßplane frühdeutsche Scherben, Ziegelbrocken, Holzkohlenasche. Wahrscheinlich Burgort der in einer Urkunde von 1046 genannten Burgwardei „Grobi“
Sagen: den Ziegler hat hier einmal nachts ein graues Männchen (Schatzhüter?) „vexiert“ – auch soll die weiße „Burgfrau“ hier umgehen; unterirdische Gänge nach Mölbis (Kirche), Kahnsdorf (Rittergut oder Kirche) und Groitzsch (Weinberg)
Sandabgraben