Chronik von Hain

Fortlaufend geschrieben, zuletzt 1945 von E. Herrmann (Pfarrer und Kantor in Hain).

Aus dem Inhalt

Bei den großen Heeresmassen, die sich zwischen Pleiße und Gösel zusammendrängten, ehe am 18. und 19. Oktober die entscheidenden Schläge bei Leipzig erfolgten, bedarf es wohl kaum eines ausführlichen Berichts von der Not, die diese Truppenmassen zurückließen. Die Vorräte an Getreide, Heu und Stroh schrumpften mächtig zusammen, Rinder, Schweine und Federvieh wurden massenhaft geschlachtet, die Pferde mitgenommen, Zäune und Scheunen wurden niedergerissen und bei Biwakfeuern verbrannt. Die Felder waren durch den Marsch der Kolonnen zu harten Straßen zusammengetreten oder von Geschossen und den Batterien zerwühlt, die Kartoffeln durch die Biwaks ungenießbar geworden. Zur Feldbestellung fehlte das Zugvieh, Saatgetreide war weit und breit nicht zu haben. Manchen Acker mußte unbestellt bleiben. Am 20. und 21. Oktober marschierten viel Truppen mit Bagage und Fouragewagen durch Hain, auch viele ungarische Ochsen, die Truppenverpflegung wurden durchgetrieben. Am 24. Oktober marschierte bayrische Infantrie über Hain nach Rötha, wo sie Quartier bezog. Sie brachte das Nervenfieber mit, das in der ganzen Gegend schreckliche Opfer forderte. In Hain allein starben Ende des Jahres 1813 neun Einwohner daran. Auch die Nachbardörfer waren schwer mitgenommen. Zur Unterstützung hilfsbedürftiger Trachenauer wurde 1814 in Hain Getreide und Geld gesammelt. Eines Jahrzehntes hat es bedurft, um die Schäden zu heilen und die vorher so reich gesegnete Gegend wieder in eine blühende und fruchtreiche zu verwandeln ...

Inhaltsverzeichnis
Vom Namen des Dorfes Hain
Hain, also ein Dorf, ein Walddorf
Hain, das Dorf im Hain
Das Vaterland, uns teure, schließ dich an!
– Erste Besiedlung
Wer leben will, der kämpfe!
– Die Sorben
Die Welt ist nicht da für feige Völker!
– Thüringer und Franken
Die Geschichte soll uns eine Lehre sein!
– Die ersten Urkunden von Hain
Friede ernährt , Unfriede verzehrt!
Das Evangelium in anderen Gemeinden
– Die Hussiten
Gemeiner Schutz geht vor sonderlichen Schutz!
– Unter Rittern und Herren
Mein Rudolph von Bünau Ritters Handschrift!
– Nicol von Ende
Freiheit gehet über allen Reichtum!
– Der Bauernkrieg
Eine feste Burg ist unser Gott!
– Die Reformation
Der 30-jährige Krieg
Gott zur Ehre!
Von unserer Kirche
Nur der verdient die und das Leben, der täglich sie erkämpfen muß!
– Im Zeitalter der Hörigkeit
Wir müssen den Mut zur Freiheit in uns tragen!
– Der Freiheit entgegen
Richtswürdig ist die Ration!
– Mit Gott für König und Vaterland
Zucht mit Ruten zwingen nimmer wird’s gelingen
– Unsere Schule
Es bildet ein Talent sich in der Stille
– Johann Gottlob Werner
Sich regen, bringt Segen
Im Turmknopf
Aus alten Kirchenbüchern
Aus dem kirchlichen Leben
– Örtliche Nachrichten
– Einwohnerzahlen von Hain
– Witterung und Ernte
– Die Reihe der Pastoren
– Die Reihe der Lehrer und Kantoren
– Gedenkbäume
– Nitzsches Stiftung
– Schadenfeuer
– Schulneubau
– Kirchenumbau
– Gesangsverein Hain
– Schießgesellschaft Hain
– Von der Landwirtschaft
Vom Weltkrieg
– Krieg!
Dem Marxismus
– Die Nachkriegszeit
Die innere Lage
Das Jahr 1923
Kirche und Schule
Aus dem kirchlichen Leben
Aus dem Schulladen
Aus dem Schulladen
Wind und Wetter
Örtliches
Kohlenwirtschaft
Vom Dorf und seinen Bewohnern
– Gutshof N1 mit Gasthof
– Gutshof N2
– Gutshof N4
– Gut N5
– Erbhof: Gut N6, 6b und 7
– Gut N8
– Haus und Hof N9
– Haus und Hof N10
– Die Mühle N11
– Erbhof N12
– Gut N13
– Gut N14
– Gut N15
– Gut N16
– Die Schmiede N17
– Wohnhaus N18
– Wohnhaus N19
– Haus N20
– Wohnhaus N21
– Wohnhaus N22
– Wohnhaus N22b
– Wohnhaus N22c
– Wohnhaus N23
– Die Kürschnerei N24
– Die Stellmacherei N25
– Gut N26
– Wohnhaus N27
– Haus mit Laden N28
– Wohnhaus N29
– Wohnhaus N30
– Wohnhaus N30b
– Wohnhaus N31
Literatur