Beiträge

Heimatblätter – Beiträge a. d. Altenburger und Bornaer Land (16)

2015 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Beiträge aus dem Altenburger und Bornaer Land mit einem Schwerpunkt über Heimat und Fremde.

Aus dem Inhalt:

Heimat ist für uns alle ein Sehnsuchtsort, ganz gleich, ob wir uns dort, wo wir leben, zu Hause oder fremd fühlen. Zunehmend verbindet sich das Wort Heimat allerdings für immer mehr Menschen mit Verlusterfahrungen. Das betrifft selbst solche Personen, die ihre Herkunftsregion gar nicht verlassen mussten. Übrigens ist das kein Phänomen der jüngsten Zeit. Unbehaglich wurde es für unsere sächsischen Vorfahren bereits zur Zeit der preußischen Invasion im 18. Jahrhundert. Helmut Hentschel hat dafür zahlreiche Belege bei den alten Ortschronisten gefunden und für uns aufgeschrieben. Dieses Heft enthält den ersten Teil seiner umfangreichen Ausarbeitungen.

In einem Interview während der Themenwoche zur Heimat, die der MDR im Herbst 2015 durchführte, äußerte der Leipziger Maler Hartwig Ebersbach, dass man erst in der Fremde wirklich begreife, was Heimat bedeutet. Damit hat er wahrscheinlich Recht. Wie schwer es ist, sich fernab von jener Gegend, in der man groß wurde, zurechtzufinden, davon können heutzutage viele berichten. Wir haben in dieses Heft nur einige, sich darauf beziehende Lebensberichte aufgenommen. So erzählt Günter Neubauer davon, wie er bereits als Kind während der Flucht aus seiner Heimat zeitweise zum Beschützer der Familie werden musste. Sabine Raabe blickt auf das Leben ihrer Mutter zurück, einer Ostpreußin, die es ins Bornaer Land verschlagen hatte. Elisabeth Brokowski berichtet über ihren Weg von Ungarn nach Mitteldeutschland. Angesichts der thematischen Ausrichtung dieses Hefts unserer Schriftenreihe schien es uns wichtig, auch solche sehr persönlich gehaltenen Texte aufzunehmen. Natürlich soll gleichzeitig der regionalgeschichtliche Anspruch, den wir mit unseren „Heimatblättern“ verbinden, gewahrt bleiben. Dabei geraten weitere, ganz andere Perspektiven auf die Beziehung von Heimat und Fremde in den Fokus.

Auf der Suche nach einträglicher Arbeit gelangten Bayern nach Deutzen, ein Beispiel für Wirtschaftsmigranten aus einer ganz anderen Zeit als der unseren. In ihrer neuen Umgebung suchten sie sich zu behaupten, indem sie ihre Traditionen pflegten. Längst wurden sie zu einem selbstverständlichen Teil der Deutzener Bevölkerung.

Auch, dass man Fremden mit Misstrauen, ja geradezu Gehässigkeit begegnet, ist kein heutiges Phänomen. Das musste bereits der aus Dresden stammende Großhermsdorfer Pfarrer Mehlhose erleben. Der durch seine verdienstvollen Forschungen zur Regionalgeschichte bekannte Theologe geriet zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner Kirchgemeinde in einen so tiefen Konflikt, dass man ihm riet, sich eine neue Pfarrstelle zu suchen. Auch dieser Geschichte ist einer unserer Beiträge gewidmet. Fremden, als andersartig empfundenen Menschen verweigerte man ebenfalls schon früher viele Rechte. Die von Dorit Bieber aufgeschriebene Geschichte der Adoption eines Juden durch eine adlige Dame ist sicherlich ein Sonderfall. In die Ablehnung der Adoption aufgrund der ethnischen und religiösen Herkunft spielt noch das Elitebewusstsein der Adelsschicht hinein, die durch Abschottung ihren exklusiven Charakter zu wahren beabsichtigte. Die Geschichte des Bornaer und Altenburger Landes war stets auch eine von Zuzug und Einwanderung. Das beginnt keineswegs erst mit den Siedlern des Hochmittelalters, die Wiprecht von Groitzsch in unsere Region holte. Denjenigen, die hier heimisch wurden, verdanken wir vieles. Leider ist manches davon aber auch schon wieder verschwunden. Das trifft auf das Barockschloss Deutzen zu, von dessen Bauherrn Erwin Rümenapps Beitrag erzählt.

Das Wort Heimat besitzt viele Facetten. Eine durchaus berechtigte Frage ist es, ob sein Ursprung nicht letztendlich überhaupt im Heimatverlust zu suchen sei, im Gefühl, man habe sie verloren oder man sei zumindest davon bedroht, sie zu verlieren. Das würde auch erklären, warum dieser Begriff heute erneut Konjunktur zu haben scheint.

Vor anderthalb Jahrhunderten war der Heimatbegriff nicht zuletzt ein juristischer. Er wurde vor allem in Amtsstuben benutzt, in denen man sogenannte Heimatscheine ausstellte. Diese bezeugten die Heimatzugehörigkeit einer Person. Mit ihnen war das Anrecht verbunden, von seiner Heimatgemeinde im Fall sozialer Bedürftigkeit unterstützt zu werden. Man ließ sich bescheinigen, woher man war, wenn man seinen Herkunftsort verließ. Mag sein, dass dieser früher weithin geläufige Sprachgebrauch unseren heutigen Heimatbegriff entscheidend prägte. Damit der Leser besser beurteilen kann, inwiefern dies der Fall sein könnte, haben wir diesem Heft der Heimatblätter schließlich einige Fakten dazu beigefügt.

Ein in unserer Region besonders brisanter Aspekt des Heimatthemas taucht schließlich bereits auf dem Umschlag dieses Heftes auf: Eine Reihe von Orten wurde abgerissen und von Braunkohletagebauen überbaggert. Meist sind es nur noch alte Ansichtskarten und Fotos, die uns einen Eindruck von ihnen vermitteln können. Das ist dann genauso wie bezüglich der Orte, aus denen Menschen am Ende des Zweiten Weltkrieges flohen oder vertrieben worden. Dorthin können sie allerdings zumindest besuchsweise zurückkehren.

Mit dem breit gefächerten Angebot von Beiträgen über „Heimat und Fremde“, das dieses Heft unserer Heimatblätter enthält, hoffen wir ausreichend Stoff zum sachkundigen Diskurs über dieses hochbrisante Thema geboten zu haben. Dessen ungeachtet werden wir uns diesem auch weiterhin zuwenden, schließlich trägt unser Verein nicht ohne Grund den Namen Heimatverein des Bornaer Landes e. V.

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Vorwort
Erwin Rümenapp Nach Deutzen ins Exil
Helmut Hentschel Friedrich II., genannt der „der Große“, im Leipziger Land (1)
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Philipp Mehlhose in seinem Verhältnis zur Gemeinde Großhermsdord
Dorit Bieber Geschichte einer jüdischen Adoption in Löbichau
Karl-Heinz Feiner Die Bayern folgen dem Ruf der Braunkohle – Deutzen in Sachsen wurde zur neuen Heimat
Günter Neubauer Erinnerungen an meine Kindheit im Krieg und in der Flucht
Sabine Raabe Nach der Flucht aus Ostpreußen 1944 – Lebensstationen einer alleinstehenden Mutter
Elisabeth Brokowski Kindheitserinnerungen
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Als Heimat noch ein juristischer Begriff war
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Alte Heimat – wiederentdeckt (Hain und Trachenau)

Heimatblätter – Beiträge a. d. Altenburger und Bornaer Land (15)

2014 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Beiträge aus dem Altenburger und Bornaer Land mit einem Schwerpunkt zu den Bodenschätzen unserer Region.

Aus dem Inhalt:

Es ist bereits die dritte Publikation, die der Heimatverein des Bornaer Landes gemeinsam mit der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes in Altenburg herausgibt und die Fünfzehnte seiner Heimatblätter seit der Vereinsgründung in den ersten Nachwende-Jahren.

Dieses Mal lag der Edition der Gedanke zu Grunde, den Blick auf die natürlichen Ressourcen des Bornaer Landes zu richten. So werden auf einer geologischen Schiene: Erde, Lehm, Braunkohle, Salz und Kalk abgehandelt. Dabei wird die Geologie nur soweit angesprochen, wie dies für das Verständnis der sich mit der Historie beschäftigenden Einzelbeiträge nötig ist. Die Autorenschaft ist kompetent und mit ihrem Metier vertraut. Begonnen wird mit dem Schatz des Bornaer Landes, seinem fruchtbaren Boden. Er war es, der vor Jahrtausenden die Menschen anzog sich auf Dauer niederzulassen, um hier ihr gedeihliches Auskommen zu suchen und zu finden.

Eberhard Arzt aus Dresden widmet sich in seinem Beitrag einem Ereignis mit dem unsere Region in den Fokus der Geschichte rückte: Das Siedelunternehmen Wiprecht II. im Merseburger Bannforst. Das ist der Landstrich zwischen Wyhra und Mulde. Der Autor liefert völlig neue Aspekte für die Betrachtung der nachhaltigen Aufsiedlung jenes waldwilden Landstriches und die Herkunft von deren Protagonisten. Etwas tiefer in die geologische Vergangenheit, die Eiszeit, führen dann die zwei nächstfolgenden Beiträge. Auf die seit Jahrhunderten in der Region bewährte ländliche Lehmbauweise richtet, von aussagefähigen Bildmaterial unterstützt, Dietmar Schäfer den Blick. Folgerichtig wird mit dem darauf folgenden Beitrag von Hartmut Rössler auf die Bedeutung des Lehms für die industrielle Ziegelherstellung im Leipziger Raum übergeleitet.

Dann kommen mit Andreas Klöppel, Dieter Salamon und Gustav Wolf drei Altenburger zu Wort. Ihr Thema ist die alte Dorfschmiede in Thräna. Nach einem Blick auf das Schmiedehandwerk im Altenburger Land im Allgemeinen wird die Architektur des eindrucksvollen Bauwerkes im Besonderen vorgestellt und schließlich ein Blick auf die historische Entwicklung dieser ländlichen Produktionsstätte geworfen. Schließlich wird noch auf ein Kleinod aufmerksam gemacht, das heute völlig aus dem Bild unserer Dörfer verschwunden ist, nämlich die Käsekiste an der Thränaer Schmiede. Schon allein ihretwegen lohnt sich ein Blick in die Neuerscheinung des Heimatvereins des Bornaer Landes.

Nun erfolgt ein großer zeitlicher Sprung in die Tiefen der geologischen Vergangenheit: Prof. Dr. Fritz Hönsch nimmt den Leser mit in den Schoß der Erde, in das Tertiär, indem der Leipziger die Geschichte der Grube „Margaretha“ in Espenhain erzählt. Er berichtet zunächst über das Leben des guten Geistes dieses Tiefbauunternehmens, den Bergdirektor Hermann Eugen Müller, um dann von den auftretenden Widerlichkeiten bei der Abteufung des Schachtes, von Wassereinbrüchen, Erdfällen, sich einstellenden ersten Erfolgen und schließlich dem endlosen Ende der „Margaretha“ zu berichten.

Aus dem Erdmittelalter gibt es im Bornaer Land keine Hinterlassenschaften. Daher wird als Letztes ein großer Sprung ins Erdaltertum gemacht, das Perm, genauer gesagt in die Ära des Zechsteins mit seinen Salz- und Dolomitvorkommen. Mit der Salzsiederei beschäftigt sich Tylo Peter. Sein Beitrag „Salz - ein unentbehrliches Lebensmittel und Politikum“ schlägt den Bogen von den Salzsiedern der Bronze- und frühen Eisenzeit in der Elsteraue, über die Bedeutung des Salzregals für die Städte der frühen Neuzeit (dargestellt am Beispiel seiner Heimatstadt Pegau), um schließlich die Rede auf einen fehlgeschlagenen Versuch, Sole im Raum Groitzsch zu erbohren, zu lenken. Den Exkurs in die Geologie vollendet Dr. Gottfried Senf, der unter anderem auf die Kalkbrennerei im Geithainer Raum und ihre Hinterlassenschaften verweist. Sein Beitrag ist zugleich eine Hommage an den bekannten verstorbenen Geithainer Heimatfreund Hans-Joachim Diederichs.

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Steffen Dorer Vorwort
Eberhard Arzt Das Siedlungsunternehmen Wiprecht II. im Merseburger Bannforst
Dietmar Schäfer Seit Jahrhunderten bewährt – die Lehmbauweise
Hartmut Rössler Geschichte der Ziegelherstellung im Leipziger Raum
Andreas Klöppel Das Schmiedehandwerk im Altenburger Land
Dieter Salamon Die alte Schmiede in Thräna
Gustav Wolf Die historische Entwicklung der Schmiede in Thräna
Andreas Klöppel Die Käsekiste an der Thränaer Schmiede
Prof. Dr. Fritz Hönsch Die Grube „Margaretha“ in Espenhain und ihr Bergdirektor Hermann Eugen Müller
Dr. Gottfried Senf Kalk, Ziegel, Sand – einst in Geithain auf hohem Stand
Tylo Peter Salz – ein unentbehrliches Lebensmittel und Politikum
  Festschrift: 800 Jahre Stadt Groitzsch
  Publikationen – Fundgrube für den Heimatforscher

Die Geschichte Mitteldeutschlands begann mit Wiprecht

geschrieben von Helmut Hentschel,
2010 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgeben, 97 Seiten.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/1001138392

Aus dem Inhalt:

Die Pegauer Annalen sind seit dem 12. Jahrhundert immer wieder veröffentlicht worden. Allerdings waren manche Autoren recht großzügig mit in der Auslegung des Originaltextes, so dass diese mit Vorsicht aufzunehmen sind. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass diese Historiker in den klassischen Traditionen und dem Zeitgeist ihrer Epoche verwurzelt waren. Erst allmählich begann man historische Überlieferungen kritisch zu hinterfragen.

So bemüht sich 1749 Christian Schöttgen in seiner „Historie des berühmten Helden Graf Wiprechts zu Groitzsch“ um eine möglichst objektive Wiedergabe. Seine Darstellungen lassen vermuten, dass ihm eine recht brauchbare Kopie der Annalen als Vorlage diente. Dann mehr als 100 Jahre später findet man in Pegau das Original der Annalen. Damit kommt es immer wieder zu Veröffentlichungen dieses Werkes. Inwieweit die einzelnen Autoren Zugriff auf das Original hatten, muß hinterfragt werden. Obwohl schon Schöttgen die Vornamen von Wiprechts Schwestern nennt, setzt man sich mit diesem Fakt nicht auseinander. Bis in die jüngste Zeit werden sie immer namenlos überliefert  Wieder kommt es zu einer längeren Pause, ehe die Annalen durch Hans Patze eine Würdigung erfahren. Erst durch eine Veröffentlichung zu Wiprecht von Groitzsch durch den Heimatverein des Bornaer Landes 1994 rücken die Annalen wieder in den Blickpunkt des Interesses. Es folgen weitere, angefangen mit seriösen bis hin zur Raubritterballade. Auch in der wissenschaftlichen Forschung tut man sich schwer, überregionale Zusammenhänge herauszuarbeiten.

Anliegen dieser Veröffentlichung ist es, nach Antworten zu suchen, mögliche Querverbindungen aufzuzeigen und auf Zusammenhänge hinzuweisen. Was jedoch historisch verwertbar oder Sage bleibt, muss die Forschung herausfinden. Dazu ist es aber auch notwendig, die Pegauer Annalen neu zu übersetzen. Vielleicht helfen die Überlegungen eines Laien, der Wiprechtforschung neue Impulse zu geben.

An dieser Stelle möchte ich all denen zu danken, die mich ermutigt haben, sich an ein derart schwieriges Thema heranzuwagen und es zum Abschluss zu bringen. Besonderes Lob verdient Herr Tylo Peter, der mir immer uneigennützig geholfen hat. Aber auch meine Mitstreiter im Heimatverein des Bornaer Landes verdienen Dank. Insbesonders war es Herr Dr. Hans-Jürgen Ketzer, der mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Ebenso meiner Familie sowie Frau Monika Mail, die mich bestärkt haben, diese Arbeit zu veröffentlichen, gilt mein Dank.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Monolog
Mein Anliegen
Die Überlieferungen
Auf Spurensuche
– Dichtung und Wahrheit?
– Das Königsgrab von Seddin
– Der große Kummersch
– Vineta oder die Stadt Jumneta
– Sagen als historische Quelle
– Nord- und Mitteleuropa um 1000
– Das Reich der Ottonen und Salier
– Das Herzogtum Sachsen
– Dänemark im Hochmittelalter
– Das Königreich Haithabu
– Gorm, der Alte
– Harald Blauzahn König von Dänemark und Schweden
– Sven Gabelbart
– Ein multifunktionaler Wirtschaftsraum
– Die Ostsee – ein vergessener Kulturraum
– Handelsimperien und -Zentren
– Die Jomswikinger und ihre Herrschaft
– Die Kiewer Rus
– Handelszentren zwischen Elbe und Oder
– Wolin – das Troja des Nordens
– Das Obodritenreich
– Der Liutizenbund
– Die Heveller
– Schlussbetrachtungen
Zwischen den Fronten
– Der sächsische Hochadel
– Die Billunger und Brunonen
– Die Udonen
– Ein Kindesmord und seine Folgen
– Die Überlieferung
– Herlibo (II)
– Wolf
– Quo vadis Zwetibor?
Die Wiprechtiner
– Wiprecht I.
– Die Franken und Sorabien
– Die Regensburger Kirche
– Bayern contra Sachsen
– Die Grafen von Burglengenfeld
– Sigenas zweite Ehe
– Die Veltheimer
– Sigena am Anfang der Wittelsbacher
– Auch Historiker können irren
– Epilog
Eine Herrschaft wird aufgebaut
– Der schwierige Anfang
– Die Udonen in der alten Mark Zeitz
– Ein Kampf um Groitzsch
– Böhmen – Flucht oder politisches Kalkül?
– Der Aufstieg
– Die Abrechnung
– Klosterbau und Kolonisierung
– Wiprecht als Reichsfürst
– Resümee
Eine Doppelhochzeit und ihre Folgen
– Die Überlieferungen
– Die Grafen von Weimar-Orlamünde
– Die sächsische Fürstenopposition
– Die Witwen der Markgrafen
– Die Ehen der Töchter Ottos
– Der zweite Weimarer Erbstreit
– Das Erbe
– Die Chronologie einer Verschwörung
– Die Verschwörer – ihre Biografien
– Graf Hoyer von Mansfeld und seine Herrschaft
Ein Neubeginn
– Ein gefährlicher Rivale – Wiprecht III.
– Wie Phönix aus der Asche
– Die Geächteten
– Die Nachfahren
– Das Haus Wettin-Groitzsch
– Das Haus Abenberg

Wiprecht von Groitzsch – nach den Jahrbüchern des Klosters Pegau

1994 von der Projektgruppe „900 Jahre St.-Jacobs-Kloster“ des Heimatvereines des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Inhaltsbeschreibung:

Im Sommer des Jahres 1096 erfolgte mit großem Gepränge die Weihe des von Wiprecht II. von Groitzsch gestifteten Benediktinierklosters St. Jacobus zu Pegau. Es war dies die erste Ordensgründung östlich der Saale. Der Klosterstifter wollte damit nicht für sich und sein Geschlecht eine dauernde Grablage schaffen, er bezog es zum Anfang an in sein machtpolitisches Konzept ein, das auf die Schaffung eines Flächenstaates im Osten des Reiches ausgerichtet war. Das Kloster Pegau spielte im Auftrage seines Schutzherren eine herausragende Rolle bei der Durchsetzung des Hirsauer Reformgedankens in den älteren Thüringer Klöstern. Es war aber auch Ausgangspunkt eines intensiven Landesausbaues, Zentrum kirchlicher Kunst und Bildung und einer weit nach Osten strahlenden Christianisierung.

Der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. widmet sich mit seinen Veröffentlichungen der frühen Geschichte des Kulturraumes im Süden von Leipzig, um den heute in dieser Region lebenden Menschen das Wertgefühl für ihre in der jüngsten Vergangenheit arg in Verruf geratenen Heimat zurückzugeben: Das Haus Groitzsch und das Kloster Pegau stehen am Anfang einer Entwicklung, an derem Ende der heutige Freistaat Sachsen steht.

Inhaltsverzeichnis
Was man über die Zeit Wiprechts wissen muß!
Annales Pegavienses – Die Jahrbücher des Pegauer Klosters
Wiprecht von Groitzsch – Das Leben nach den Jahrbüchern des Pegauer Klosters
– Vorrede
– Die Ahnen
– Wilder Wiprecht
– Der Italienfeldzug
– Böses Spiel
– Königliche Belohnung
– Blutige Rache
– Reuige Einkehr
– Die Wallfahrt nach Hispanien
– Auf der Suche nach dem rechten Ort
– Die Gründung des Klosters Pegau
– Die Klosterweihe
– Der neue Abt
– Das Privileg
– Judith’s Tod
– Die Doppelhochzeit
– Für Zucht und Ordnung
– Tod dem Zuetipolc
– Die Verschwörung
– Die Ränke des Kaisers
– Die Schlacht auf dem Welfesholz
– Die tollen Streiche des jungen Wiprecht
– Wieder in der Gunst des Kaisers
– Letzte Größe und Tod
Am Grabmal Wiprechts von Groitzsch
Wiprecht II. von Groitzsch in der Geschichtsschreibung der Salierzeit
Glossar
Bibliografie

Mehr über Wiprecht von Groitzsch im Südraumarchiv

Auf den nachfolgenden Seite finden Sie die vollständige Texte von Tylo Peter: Was man über Wiprechts Zeit wissen muss, Sein Leben nach den Jahrbüchern des Klosters Pegau, Am Grabmal von Wiprecht II., Wiprecht II. in der Geschichtsschreibung der Salierzeit.

Altes Hochzeitsbrauchtum im Bornaer Land

1996 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Aus dem Inhalt:

Die Landesstelle für Volksforschung hatte im Jahre 1934 eine volkskundliche Erhebung über das Hochzeits-Brauchtum durchführen lassen. Die Zusammenstellung und Bearbeitung der aus dem Kreis Borna eingegangenen Fragebögen übernahm damals der durch seine heimatkundlichen Forschungen weithin bekannte Lehrer Max Liebig aus Hagenest.

Brauchtum ist nichts Statisches. Durch die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse unterliegt es einem fortwährenden Wandel. Jede Zeit hat demnach sowohl ihre eigenen, in der Tradition verwurzelten, aber auch neu hinzugekommenen Bräuche. Aus diesem Grund ist diese mehr als sechzig Jahre zurück liegende „Bestandsaufnahme“ für uns Heutige bestimmt nicht ohne Interesse!

Die damals als geormigte Maschinenschrift nur in geringer Stückzahl verbreitete Materialsammlung über das Hochzeits-Brauchtum im Bornaer Land wird in diesem Heft in unverändertem Wortlaut zum Abdruck gebracht.

Inhaltsverzeichnis
Das „Sich Finden“
Versprechen
Bis zur Hochzeit
Vom Brautkaffee
Wann soll nun Hochzeit sein?
Polterabend
Die Einladungen zur Hochzeit
Schmückung des Hochzeithauses
Brautführer und Brautjungfern
Das Brautkleid
Das Gegengeschenk der Braut
Schuhe schenken
Der Schleier
Vom Brautkranze
Das Brautbukett
Zur Kirche
Verhalten auf dem Wege zum Brautaltar
In der Kirche
Die Heimfahrt
Im Hochzeitshause
Das Brautpaar verläßt die Festtafel
Wie wird sich die Zukunft des jungen Paares gestalten?
Wenn die Frau regiert
Passen sie zusammen?
Einzug ins neue Heim
Im neuen Heim
Von alten Jungfern
Vorrechte der Frauen und Mädchen
Aufnahme der jungen Frau in die Dorfgemeinschaft
Geschwisterhochzeiten
Jubiläumshochzeiten
Anhang

Weitere Informationen im Südraumarchiv

Auf der nachfolgenden Seite finden Sie die Originalabschriften von Max Liebig aus dem Jahr 1934.

Altes Weihnachtsbrauchtum im Bornaer Land

1998 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/955694019

Aus dem Inhalt:

Der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. sieht es für eine seiner Aufgaben an, das Wissen um altes Brauchtum wachzuhalten. Durch seine Veröffentlichungen will er dazu beitragen, daß diese nicht verloren geht. Genauso wie alte Bürger- und Fachwerkhäuser, Parks und Herrenhäuser sowie Boden- und Flurdenkmale gehört das Volksleben mit allen seinen Sitten und Bräuchen zu dem uns überlieferten kulturellen Erbe. Wie unsere Vorfahren lebten und arbeiteten, wie sie ihre Feste vorbereiteten und feierten, darf uns nicht gleichgültig sein, weil es die Wurzeln unserer Identität sind.

Brauchtum unterliegt einem fortwährenden Wandel. Es verändert sich, nimmt neue Elemente auf und läßt die verschwinden, für die es in der heutigen Zeit keinen Bezug mehr gibt. Beste Beispiele dafür sind die Bräuche und Sitten zur Weihnachtszeit. Weihnachten ist so tief in der Seele des Volkes verwurzelt, daß ihm der Zeitgeist wenig anhaben konnte, obwohl gerade das Weihnachtsbrauchtum einem starken Wandel unterliegt, wie besonders die letzten Jahrzehnte gezeigt haben.

1936 haben Lehrer im Auftrag der Landesstelle für Volksforschung das sächsische Weihnachtsbrauchtum erfaßt und dokumentiert. Für die ehemalige Amtshauptmannschaft Borna hatte Max Liebig, Lehrer in Hagenest, die Auswertung übernommen. Der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. veröffentlicht diese Erhebung bis – auf zeitbedingte Änderungen – in unveränderter Form. Beim Lesen wird man merken, daß manches, was vor 60 Jahren festes Brauchtum war, verschwunden ist. Anders wiederum, welches die Arbeiter und Angestellten der Großbetriebe aus ihrer Heimat mitgebracht hatten, ist heute unverzichtbarer Bestandteil unseres Weihnachtsfestes.

Vielleicht hilft diese kleine Schrift, daß Vergessenes wiederbelebt wird, damit mit dem die Weihnachtszeit ihren Reiz uns ihre Faszination behält und nicht zum bloßen „Geschenkweihnachten“ verkommt.

Inhaltsverzeichnis
Vom Andreastag, dem 30. November
Zum Nikolaustag, dem 6. Dezember
Vom Weihnachtsmann
Von Adventskränzen und Adventssternen
Vom Adventskalender
Von Adventshäuschen, Adventskronen, Adventsrosen, Adventslaternen und sonstigen Adventslichtern
Adventssingen und Adventsläuten
Die grünen, kupfernen, silbernen und goldenen Sonntage
Von Christvespern und Christmetten
Vom Weihnachtsbaum
Von Weihnachtspyramiden
Von erzgebirgischen Figuren
Lichthäuser
Von den Pflaumentoffeln
Von Erbsenhäusern und Schmetterlingen
Von Weihnachtsbergen
Von Weihnachtskrippen
Wann wird beschert?
Das Heiligabendessen
Auch der Tiere gedenkt man am Heiligen Abend
Der Bauer und seine Obstbäume
Weihnachtsgebäck
Glaube am Heiligen Abend und in den 12 Nächten
Träume in den 12 Nächten
Anderweite Orakel
12 Nächte und Hühner
Unheilige Arbeiten
Sylvester
Neujahr
Vom Dreikönigstag und Hohnneujahrstag
Anhang von Tylo Peter
– Von der Herkunft des Christbaumes
– Der Pegauer Christmarkt vor 120 Jahren
– Umgang mit dem Weihnachtsbaum
– Praktische Winke
– Eine Gans zu schlachten und zu braten
– Elisenlebkuchen

Weitere Informationen im Südraumarchiv

Auf der nachfolgenden Seite finden Sie die Originalabschriften von Max Liebig aus dem Jahr 1936.

Der Widerschein Napoleons zwischen Saale und Mulde

2007 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/987316494

Inhaltsbeschreibung:

Mit der Ausstellung „Der Widerschein Napoleons zwischen Saale und Mulde“ ist es dem Heimatverein des Bornaer Landes e. V. gelungen, auf die Bedeutung des Südraumes Leipzig zwischen 1806 und 1813 und besonders während der Völkerschlacht bei Leipzig aufmerksam zu machen.

Das Sonderheft erinnert an die Ereignisse jener Zeit und geht den bis heute vorhandenen Zeugnissen Napoleons im Bornaer Land nach.

Inhaltsverzeichnis
Aufstieg und Fall des Napoleon Bonaparte
14. Oktober 1806 – Jena und Auerstedt
1. Mai 1813 – Rippach
2. Mai 1813 – La Bataille de Lutzen
16. bis 19. Oktober 1813 – Völkerschlacht bei Leipzig
Die Apelsteine
Der Widerschein Napoleons heute

Es wird dir glucke ... 700 Jahre Schlacht bei Lucka

2008 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/989614050

Inhaltsbeschreibung:

Am 31. März 2007 jährte sich zum 700. Mal der Tag an welchem das Haus Wettin sich seine Landeshoheit über Sachsen und Thüringen für über sechs Jahrhunderte sicherte.

Namhafte Fachhistoriker und Laienforscher nahmen die in Lucka zelebrierte 700 Jahrfeier zum Anlass, sich abseits vom Ort des Geschehens auf der Burg Gnandstein dem Thema „Die Schlacht bei Lucka“ zu widmen und einen Versuch zu unternehmen, die Ereignisse frei und dynastischer und lokalpatriotischer Sichtweise zu betrachten.

Dieses Sonderheft der Heimatblätter des Bornaer Landes enthält Essays, welche sich dem Thema von verschiedener Weise nähern.

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Prof. Dr. Rainer Arnold Wie man vor 100 Jahren der Schlacht bei Lucka gedachte
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Sagen um die Schlacht bei Lucka
Helmut Hentschel Das Altenburger und Bornaer Land im Spannungsfeld der deutschen Politik
Peter Bühner Die Schlacht bei Lucka – eine folgenschwere Niederlage des Königs und der Städte
Dr. Wolfgang Reuter Die Niederlage nach dem Sieg!
Tylo Peter Laut ging es auf dem Schlachtfeld zu!
  Das Ende Markgraf Diezmanns
Tylo Peter ... schreibe, was wahr ist!
  Florilegium

Vögte, Schösser, Amtmänner – Verwaltung im Bornaer Land

2009 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/997305266

Inhaltsbeschreibung:

Der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. nahm die Kreisreform 2008 zum Anlass, sich mit dem Verwaltungsformen vom Mittelalter bis in Neuzeit in den Ämtern Borna und Pegau zu beschäftigen. Hierbei wurde der Schwerpunkt auf die Prosopografie, die Personenbeschreibungen der Protagonisten gelegt. Kurzum: Die Männer an der Spitze.

Sie waren Vögte und Schösser; hießen Geleitsmann, Amtsverwalter oder Amtmann und waren die „Staatsbeamten“ der untersten Verwaltungsebene. In einem lange währenden Prozess sind sukzessiv aus den spätmittelalterlichen Vogteien die Ämter der Neuzeit entstanden, eine Entwicklung, die einher ging mit der Bürokratisierung und der Spezialisierung der Verwaltung.

Waren es am Anfang Einzelpersonen, so bedurfte es zuletzt eines ganzen Personenapparates, um die staatlichen Aufgaben an der Basis zu erledigen.

Hinweis

Im Jahr 2013 erschien mit „Vom Geleitsmann zum Landrat“ ein zweiter Teil über die Geschichte der Verwaltung im Bornaer Land.

Bedeutende Frauen im Leipziger Land

2010 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgeben.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/10087134656

Inhaltsbeschreibung:

Ergebnisse des gleichnamigen Symposiums vom 24. Oktober 2009 im Bürgerhaus Goldener Stern in Borna – mit einem Grußwort von Katharina Landgraf (MdB).

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Helmut Hentschel Frauen im Umkreis Wiprecht II.
Cornelia Karsten Schloss Colditz als Residenz der Kurfürstenwitwe Sophie
Tylo Peter Margaretha Rastrum – eine Pegauerin malte die Leipziger Prominenz
Dieter Nowak Ulrike Sophie von Levetzow – Goethes letzte Liebe und das Rittergut Löbnitz
Gert Rosenkranz Die Wahrheit über den Geburts- und Taufort der Ulrike von Levetzow
Prof. Dr. Ingrid Deich Sophie Crusius – Die Gründerin der „Kleinkinderschule“ in Rüdigsdorf
Hans-Hermann Koch Karoline Kirchner – eine Dichterin aus Pegau
Dr. Gottfried Senf Der Arwedshof in Elbisbach
Ralf Müller Die in Borna geborene Künstlerin Martha Schrag
Uta Moltrecht Ruth Bodenstein-Hoyme – von der Musikschullehrerin zur Komponistin
Prof. Dr. Sabine Tanz Oswald Frauen
Charlotte Zeitschel Margarete Blank – Ein Leben für die Wahrheit
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Margerete Wittber – Jugendbuchautorin und Lehrerin in Lobstädt

Heimatblätter – Beiträge a. d. Altenburger und Bornaer Land (13)

2011 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Beiträge aus dem Altenburger und Bornaer Land mit der Titelgeschichte „Die Tracht der Altenburger Bauern“.

Aus dem Inhalt:

Der von einem gewissen Meck gestochene Trachtenkupfer, den der Magister Friedrich Friese 1703 veröffentlicht und beschrieben hat, ist die älteste bildliche Darstellung der im Altenburger Land getragenen Kleidung. Einige Verwirrung stifteten drei vor nunmehr gut siebzig Jahren aufgetauchte undatierte Kupferstiche Altenburger Trachten des Amsterdamer Kupferstechers Peter Schenk ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Helmut Hentschel Handel und Markt im Mittelalter zwischen Elster und Wyhra
Michael Potkownik Johannes: Mönch – Rebell – Missionar (Leseprobe)
Tylo Peter Die Melanchthonbirne im Pegauer Pfarrgarten
Dr. Dirk Scheidemantel Breunsdorf und Heuersdorf erzählen ihre Geschichte
Gustav Wolf Pesta – ein Altenburger Dorf, das der Kohle weichen musste
Tylo Peter Die „Tracht“ der Altenburger Bauern am Anfang des 18. Jahrhunderts und Richters „Trachtenbilder“ von 1724
Prof. Dr. Rainer Arnold Ernst Blümner von Frohburg, ein sächsischer Diplomat der Napoleon-Zeit
Andreas Klöppel Der Floßgraben von der Kotteritzer Mühle
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Conrad Felixmüller und die 1. Kunstausstellung des Kreises Borna
Robert Weber In alten Zeitungen gefunden: Alte Birnenbäume – heimatgeschichtliche Wahrzeichen
Theodor Fontane Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Heimatblätter – Beiträge a. d. Altenburger und Bornaer Land (14)

2013 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Beiträge aus dem Altenburger und Bornaer Land mit dem Titelthema „Der Bauernhausmaler Anton Hahn – ein produktiver Künstler mit eigenem Malstil“.

Aus dem Inhalt:

Bereits dreimal stellt das Volkskundemuseum Wyhra Bauernhofbilder aus. Erstmals geschah dies 1997, so dann 2007 und zuletzt 2012. Konnten in der ersten Ausstellung zunächst nur Leihgaben aus dem Altenburger Schloss gezeigt werden, so verfügt das Wyhraer Museum inzwischen über einen ansehnlichen eigenen Bestand solcher Werke ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Tylo Peter Das Kenotaph Wiprechts in der Pegauer St. Laurentius-Kirche
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Der Bauernhofmaler Anton Hahn – Gegenstand volkskundlicher Forschungen
Tylo Peter Der Kelch des Andreas Aner
Claus Bräutigam „Schrei-Kratzsch“ – ein Original aus dem Altenburger Land
Helmut Hentschel Woher kommt das edelfreie Geschlecht derer von Rötha?
Andreas Klöppel Henriette Catharina von Gersdorff und das Magdalenenstift zu Altenburg
Gustav Wolf Der Bauernmaler Friedrich Mascher
Karlheinz Weidenbruch Die Entstehung des Namens Bernstein im Bornaer Land
Dr. Wolfgang Sperling 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Mölbis
  Fundgrube für den Heimatforscher
  Aus einer alten Chronik

Heimatblätter aus dem Bornaer Land (Heft 1)

1990 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit einem Beitrag über die Vorgeschichte des Bornaer Landes von Gert Schreiber.

Aus dem Inhalt

Das „Bornaer Land“ umfaßt das Territorium der ehemaligen Amtshauptmannschaft Borna, auch als Landkreis und Bezirk Borna bezeichnet. 1952 wurden daraus die Kreise Borna und Geithain, unter Beteiligung von Territorien der Kreise Rochlitz, Altenburg, Leipzig und Grimma gebildet. Das „Bornaer Land“ gehört zur Leipziger Tieflandsbucht, welche als Teil der Norddeutschen Tiefebene wiederum zu jener großen Ebene gehört, die vom Atlantik bis zum Ural im Osten reicht. Südlich von Borna beginnt bereits das Hügelland und bei Frohburg und Beucha tritt das Gebirgsmassiv des Erzgebirges an die Oberfläche. Wenn man das „Bornaer Land“ betrachtet, kann man kaum erahnen, daß in fernen Urzeiten Gebirge an Stelle der Ebene war ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Gert Schreiber Vorgeschichte des Bornaer Landes
Dr. Siegfried Körner Erkenntnisse hinsichtlich der slawischen Landnahme im Territorium des heutigen Kreises Borna, dokumentiert an älteren slawischen Ortsnamenstypen
Helmut Hentschel Bodenaltertümer im Landkreis Borna (1) – Die Steinkreuze
Helmut Oertel Denkmale der Braunkohlenindustrie im Landkreis Borna
Dr. Thomas Voigt Das Kloster „St. Jakob“ zu Pegau
Günther Barthel Die Stadtkirche St. Ganghof in Kohren-Sahlis
Günther Barthel Die Sage vom Totenberg
Heino Streller Retten, was zu retten ist
Helmut Hentschel Zur Geschichte des „Goldenen Sterns“
Dr. Hans-Joachim Kessler Das Volkskundemuseum Neukirchen-Wyhra

Heimatblätter aus dem Bornaer Land (Heft 2)

1994 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit einem Beitrag über die Haselbacher Teiche von Frank Meisel.

Aus dem Inhalt:

„Haselbach an der königlich-sächsischen Landesgrenze gelegen“, so wurde der Ort im vergangenem Jahrhundert beschrieben. 1282 ist Haselbach in seiner heutigen Form erwähnt wurden. Der Name deutet auf eine Ortschaft hin, die an einem mit Haselsträuchern bestandenen Bach errichtet wurde. Interessant ist das heute nach der Ortschaft benannte Teichgebiet vor allem in naturkundlicher Hinsicht, aber auch wegen des geschichtlichen Hintergrund des Gebietes ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Helmut Hentschel Vorwort
Albrecht Häußler Der 200. Geburtstag der Donati-Orgel in der evangelischen Kirche zu Böhlen
Thomas Bergner Emil Limmer – der Dresdner Maler
Gert Schreiber Archälogische Befunde zur Entstehung der Stadt Borna
Roland Meyer Faszination Fachwerk (Fachwerkhäuser in der Stadt Groitzsch)
Thomas Bergner Karl Möbius und das Karabinierdenkmal zu Borna
Helmut Oertel Erlebte Industriegeschichte
Annemarie Engelmann Robert Hieronymus Wolfram
Thomas Bergner „Man muss von seiner Zeit gehen!“ – zum Andenken an die Malerin Martha Schrag
Gert Schreiber 100 Jahre Kaserne in Borna
Frank Meisel Die Haselbacher Teiche
Tylo Peter Louis Ferdinand von Rayski
Helmut Hentschel Ein Ortskatalog der alten Amtshauptmannschaft Borna
Helga Reich Kurt Feuerriegel

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 3)

1994 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit einem Beitrag über die Bornaer Straßenbahn von Thomas Bergner.

Aus dem Inhalt:

Nun werden gleich viele sagen, vor allem die älteren, eine Straßenbahn in Borna? Das kann nicht sein. Noch nie was davon gehör, geschweige denn gesehen. Stimmt! Borna hat nie eine Straßenbahn gehabt. Jedoch geplant war eine „Elektrische“ ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Helmut Oertel Was ist uns Kieritzsch wert
Helmut Hentschel Ein Ortskatalog der alten Amtshauptmannschaft Borna
Heino Streller Die Orchideen des Bornaer Landes – gestern und heute
überliefert Wie Wiprecht von Groitzsch mit dem Löwen kämpft...
überliefert Wie Wiprecht fromm wird und das Pegauer Kloster gründet
Dr. Georgi Garmasch Groitzscher Biographien (Erster Teil) – Nachkriegskinder ohne Kindheit
Hannelore Naß Hildegard Bach zu ihrem 100. Geburtstag
Annemarie Engelmann Robert Hieronymus Wolfram
Walter Ch. Müller Die Bornaer Panzerjäger
Hans-Joachim Diederichs Der Findling im Stadtpark von Geithain
Wohlfahrt Kohren (Gedicht)
Thomas Bergner Die Bornaer Straßenbahn
Roland Meyer Von den Groitzscher Stadtwappen
Tylo Peter Das Vesperlied zu Pegau – die Entstehung einer Sage
Erika Urban Friedrich Schille zum Gedenken

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 4)

1995 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit einem Beitrag über die Geschichte der Regiser Kohlenwerke von Claus Bräutigam.

Aus dem Inhalt:

Erstmalig wird im Raum Borna um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert Kohle abgebaut. Um 1800 tritt ein so deutlicher Mangel an Feuerholz ein, daß öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Schulen und Kirchen nicht mehr geheizt werden können, da das Kontingent an Holz nicht ausreichend ist. In Regis ergeht ein Erlaß mit der Aufforderung, nach Erdkohle zu graben. Dort, wo die Kohle an die Erdoberfläche tritt, wird sie abgebaut und als zusätzlicher Brennstoff verwendet.

Der erste Schürfschacht auf Braunkohle wird 1901 auf dem ehemaligen Lemmelschen Grundstück niedergebracht. Dieser Versuch ergab bezüglich des Deckgebirges und der Kohlebeschaffenheit ein so günstiges Ergebnis, daß der Entschluß gefasst wird, das Braunkohlenvorkommen abzubauen. Zu diesem Zweck gründen verschiedene Unternehmen, Tiefbaufirmen, Kaufleute und Privatleute eine Gesellschaft, für die man die im Bergbau übliche Gewerkschaft wählt.

Nach Genehmigung des Gewerkschaftstatuts durch das Finanzministerium findet am 24. November 1902 im Gasthof Franke in Regis eine Gewerkenversammlung statt. In ihr wird beschlossen, dem neuen Unternehmen den Namen „Regiser Kohlenwerke“ zu geben ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Thomas Bergner Ahorn – Baum des Jahres 1995
Dr. Peter Haferstroh Griff nach der Landesherrschaft – Wiprecht von Groitzsch
Tylo Peter Der Wein – ein Erbe der Benediktinermönche
Helmut Hentschel Der Weinbau in Rötha
Uwe Sonntag Die Evangelisch-Lutherische Kirche Böhlen
Dr. Georgi Garmasch Groitzscher Biographien (Erster Teil) – Nachkriegskinder ohne Kindheit
Dr. Wolfgang Sperling Mölbiser Vereinsleben
Walter Ch. Müller Die Bornaer Panzerjäger
Thomas Bergner Pfingstwanderung
Claus Bräutigam Die Geschichte der Regiser Kohlenwerke
Annemarie Engelmann Bornaer Traditionen: Der Musikinstrumentenbau
Gerhard Fritzsche Erinnerung eines Rundfunkmechanikermeisters
Tylo Peter Die St.-Kilians-Basilika in Bad Lausick

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 5)

1996 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit einem Schwerpunkt zum 450. Todestag von Dr. Martin Luther am 18. Februar 1996.

Aus dem Inhalt

Die lutherische Reformation war nur im Zusammenspiel mit den landesherrlichen Gewalten möglich. Der Aufbau der neuen Kirchenordnung vollzog sich innerhalb der damaligen territorialen Grenzen, da der jeweilige Landesherr über die Region befand. Nach der Leipziger Teilung gehörten die bis dahin kursächsischen Ämter Borna und Pegau zwei unterschiedlichen Staatsgebilden: Borna dem ernestinischen Kurfürstentum, und Pegau dem albertinischen Herzogtum Sachsen. Während Kurfürst Friedrich der Reformation die Wege bahnte, obwohl er selbst seines Lebens Katholik geblieben ist, unterdrückte Herzog Georg jegliche reformatorische Regung ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Gregor Kaufmann Der Kiebitz – Vogel des Jahres 1996
Helmut Oertel Die Breunsdorfer Windmühle in Schöhna
Tylo Peter Das Kloster Pegau und Borna im Zeitalter der Reformation
Dr. Siegfried Börtitz Kindheitserinnerungen der Elsa Naumann aus Kohren
Gregor Kaufmann Im Bilderbuch des Tagebaus Böhlen geblättert
Thomas Bergner Clemens Thieme – Der Schöpfer und Erbauer des Völkerschlachtdenkmals
Dr. Peter Haferstroh Der Wettiner Staat am Ende?
Gabrielle Müller Groitzscher Biographien (Zweiter Teil) – Kindheitserinnerung im Bornaer Land
Dr. Wolfgang Sperling Gründung der Kaiserlichen Postagentur Mölbis am 1. Oktober 1895
Hans Hirsch Einiges Wissenswertes über die ehemaligen Rittergüter der Amtshauptmannschaft Borna
  Aus alten Zeitungen: Ein Vergangenheits- und Gegenwartsbild von Regis-Breitingen
  Frühlingsgedanken
Prof. Dr. Rainer Arnold Chronik und Sammlung von Artur Skur an Ramsdorf übergeben

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 6)

1997 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit einem Beitrag über die Emmaus- und die Taborkirche in Heuersdorf.

Aus dem Inhalt:

Am 3. Juni 1996 hat unsere Projektgruppe „Chronik Heuersdorf“ ihre Arbeit im Heimatverein des Bornaer Landes aufgenommen. Unsere Aufgabe ist es, die historisch-kulturelle Entwicklung der zwischen Schnauder und Pleiße gelegenen Orte Gemeinde Heuersdorf/Großhermsdorf darzustellen. Bereits durchgeführte Befragungen von Heuersdorfern und von Bürgern, die ehemals mit Heuersdorf verbunden waren, zugegangene Dokumente und Zeitzeugnisse, geben uns die Zuversicht, daß eine gute Chonik entstehen wird.

Unser heutiges Anliegen ist es, die beiden Kirchen näher vorzustellen.

In der Tabor- und Emmauskirche finden die Gottesdienste im Wechsel statt. Seit 1990 ist Pfarrer Krieger aus Lobstädt der Gemeindepfarrer, zuvor war es Pfarrer Arendt. Über die Hälfte der Dorfbewohner gehören der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde an. Monatlich finden Frauendienst und Gesprächskreise statt, die gut und gern besucht werden. Monatlich trifft sich der aktive Kirchenvorstand. Christenlehre, Konfirmandenunterricht und zeitweilig auch Religionsunterricht werden gegeben. Jährlich finden kirchliche Trauungen und Taufen in Heuersdorf statt. Eine schöne Tradition ist die jährliche Johannisfeier auf den Friedhöfen mit dem Posaunenchor aus Schönau unter Leitung von Herrn Heinike. Nack dem Erntedankfest werden die von den Dorfbewohnern gespendeten Gaben an ein Altenheim in Bad Lausick weitergeleitet. Alljährlich findet in der Adventszeit in der Taborkirche ein Konzert des gemischten Chores Wyhratal und des Kinderchores Lobstädt statt.

Mit den Umweltgottesdiensten vom 26. Juni 1993 und dem am 25. Juni 1994 in der Taborkirche, an denen zahlreiche Besucher teilnahmen, setzten sich die Heuersdorfer für den Erhalt ihres Ortes ein, der wie Breunsdorf dem Abbau der Braunkohle weichen soll. Am 7. März 1995 folgte Landesbischof Volker Kreß einer Einladung des Kirchenvorstandes nach Heuersdorf. Der Entscheidung des Planungsverbandes zur Devastierung am 18. August 1995 in Colditz folgte ein Fürbittgottesdienst in Taborkirche für den Erhalt des Dorfes. Unsere beiden Kirchen ziehen immer wieder ehemalige Heuersdorfer und Besucher aus nah und fern an. Das verleiht uns Mut, schafft Hoffnung und gibt Zuversicht ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Dr. Peter Haferstroh Die deutsche Ostsiedlung („Kolonisation“) im Leipziger Raum: 1150–1250
Gottfried Becker Bad Lausick, die Pegauer Annalen und die Urkunde von 1158
Dr. Wolfgang Sperling Die Ereignisse des Jahres 1813 aus Mölbiser Sicht
Claus Bräutigam Das neue Siegel der Gemeinde Deutzen
Annemarie Engelmann Bornaer Straßennamen im Wandel der Zeiten
Verschiedene Autoren Gefährdete steinerne Flurdenkmale
Verschiedene Autoren Die Emmaus- und Taborkirche in Heuersdorf
Helmut Hentschel 275 Jahre Silbermannorgel der Georgenkirche zu Rötha (1721–1996)
Tylo Peter Die zwölf Nächte
  Ein Gang durch das nordwestsächsische Bauernhaus

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 7)

1998 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Beiträge aus dem Bornaer Land mit dem Titelthema „Wiprecht II.“ von Tylo Peter.

Aus dem Inhalt:

Am Ende des 11. Jahrhunderts setzte eine religiöse Massenwanderung von gesamt­europäischer Dimension an das vermeintliche Grab des Apostels Jakobus Major in das nord­west­spanische Santiago die Compostela ein. Nach Jerusalem und Rom wurde Santiago de Compostela der drittheiligste Ort der abendländischen Christenheit. Zählte Wiprecht II. zu den Pionieren der „Jacobus peregrinatio“? ...

Aus dem weiteren Inhalt

AutorBeitrag
Dr. Wolfgang Sperling Ein mutiger Mann: Pfarrer Gerhard Schulze aus Mölbis
Tylo Peter Wiprecht der II., der Apostel Jakubus und die Wallfahrt nach Santiago de Compostela
Klaus Walter / Gert Rothe Der Bornaer Orgelbaumeister Urban Kreutzbach (1796–1868)
Prof. Dr. Rainer Arnold Adel im Bornaer Land
Helmut Hentschel Flachs Veit und Fiedelhannes
Rudolf Friedrich Freundeswort und Heimatglocke
Werner Busch Pegauisch
Roland Meyer Die Michelwitzer Dorfkirche
Claus Bräutigam Die schwere Kohlenstaubexplosion am 15. Januar 1946 in Regis
  Der heilige Birnbaum und andere Sagen aus dem Röthaischen
  Das Tatarengrab bei Kleinbeucha
  Der Geldberg von Glasten
  Auf dem Rittergut Braußwig bei Borna wurde das Skatspiel erfunden
  Seifensieder Bachmann und der Kaiser
  Über alte Möbel
  Der Breunsdorfer Glaubenskrieg
Tylo Peter Steinerne Flurdenkmale

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 8)

1999 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit dem Titelthema „Der Kelch von Medewitzsch“ von Tylo Peter.

Aus dem Inhalt:

Sein Schicksal schien schon besiegelt, zusammen mit anderem Kirchengerät war er einer „Buntmetallsammlung“ anheimgefallen. Die Kirche der er entstammte, die gab es nicht mehr. Ihr war die allzu große Nähe zur BRABAG zum Verhängnis geworden. Eine verirrte Bombe traf sie vernichtend, andere beschädigten das Medewitzscher Rittergut ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Gottfried Becker Es geschah vor 185 Jahren – Lausigk im Jahre 1813
Tylo Peter Der Kelch von Medewitzsch – eine kulturelle Plauderei
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Aus Hintersässer werden Bauern
Prof. Dr. Rainer Arnold Heinrich Wilhelm Leberecht Crusisus, Gutsherr in Sahlis und Rüdigsdorf – Landwirt, Staatsmann, Visionär
Hartmut Stange Die Auspumpung der Schwennigke bei Groitzsch – eine spektakuläre Schatzsuche vor 130 Jahren
Irma Hildebrandt Wiederau
Helmut Hentschel Die Friesens auf Rötha
Dr. Wolfgang Sperling Mölbis im Dreißigjährigen Krieg
Tylo Peter Von den Gemeindesiegeln im Bornaer Land
  Frau Holle im Bornaer Land
  Es wird dir gelucke, wie den Schwaben bei Lucke
  Ä zufriedner Bauer

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 9)

2000 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit dem Titelthema „Die blauen Reiter in ihrer Pegauer Garnison“ von Tylo Peter.

Aus dem Inhalt:

Es soll keine neue Regimentsgeschichte geschrieben werden, denn die gibt es bereits seit langem, auch soll nicht vordergründig von Krieg und Kriegsgeschrei die Rede sein (aber ganz ohne wird es doch nicht gehen). Es soll vor allem erzählt werden, wie es in tiefsten Friedenszeiten in der Garnison zuging, als der kornblumenblaue Soldatenrock in Pegau noch zum bunten Straßenbild gehörte ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
  100 Jahre Museum der Stadt Pegau
Tylo Peter Die Blauen Reiter in ihrer Pegauer Garnison
Prof. Dr. Rainer Arnold Joseph Alexander Jablonowski – Polnischer Magnat, deutscher Reichsfürst, Herr von Kitzscher und Haubitz
Dietrich Wünschmann „Freudenfeuer anzuzünden, sey ihnen nicht in den Sinn gekommen...“
Gottfried Becker Lausigk zur Zeit des Dreisigjährigen Krieges
Lothar Richter Rötha – die Wiege der industriellen Obstverwertung
  Genealogie (Familienforschung)
Hans-Joachim Härting Das Eisdorfer Brückgericht
  Der Reiter ohne Kopf
  Regionalkonferenz im Bürgerhaus „Goldener Stern“
  Kobold in der Remsaer Mühle
  Steinerne Flurdenkmale
  10 Jahre „Heimatverein des Bornaer Landes e. V.“
Tylo Peter Von Salz und Sauerkraut
Helmut Oertel Der Tulpenbaum
Helmut Oertel Hausinschriften – Wetterfahnen – Gedenktafeln (1)

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 10)

2001 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Beiträge mit dem Schwerpunkt „Mühlen im Bornaer Land – eine Spurensuche“ und dem Titelthema „Wassermühlen im Bornaer Land“.

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/965520005

Aus dem Inhalt:

Die „Musik des fließenden Wassers“ faszinierte Heroen wie Beethoven. Aufgrund einer genialen Eingebung erlauschte er die Naturtöne und verwandte sie in seiner dem Landleben gewidmeten Pastoralsymphonie, nämlich die Quinte c-g (mit leiser Terz e), dazu ein untermalendes tiefes F. Das Werk wurde erstmals im Leipziger Gewandhaus 1809 aufgeführt. Die unendliche Melodie des Wasserrauschens wurde erstmals vor tausend Jahren vom Klappern der Mühlenwerke bekleidet ...

Aus dem weiteren Inhalt

AutorBeitrag
Tylo Peter Es klappert(e) die Mühle
Ursula Jacob / Monika Korb Die Mühlen an Eula, Gössel, Pleiße und Wyhra
Hans-Joachim Günther Die Mühlen am Estermühlgraben
Dietrich Wünschmann Das Pulver ist schwarz – Die Geschichte der Zwenkauer Pulvermühle
Hans-Joachim Härting Die Härtings und die Obermühle zu Pegau
  Die Mühlen im Amt zu Pegau 1721 – eine statistische Erhebung
  Von Scheffeln, Heimzen und Metze
  Die Schnaudermühlenordnungen von 1688 und 1748
  Wieder die unruhigen Mühlknappen... – das Mandat vom 25. August 1724
  1863 – Der Arbeitsvertrag des Mühlknappen Wilhelm Heyne
Tylo Peter Die Mühlenfiguren von Großbardau
  Kobold in der Remsaer Mühle
Helmut Oertel Das Zunftwappen der Müller
Helmut Oertel Von Müllern und Bäckern
Wilhelm Busch Das Brot
  Es war einmal eine Müllerin
H. Meyer Die Schnaudermühlen

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 11)

2003 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit einem Beitrag über Freimaurer in Borna von Prof. Dr. Rainer Arnold.

Aus dem Inhalt:

Seit der ersten Hälfte des 19. Jh. breitete sich, von England ausgehend, eine Bewegung mit erstaunenswerter Intensität und Schnelligkeit über nahezu ganz Europa und Amerika aus: die Freimaurerei. 1716/17 war als erste die Großloge von London gegründet worden, und bereits 1733 folgte eine Loge in Hamburg. 1741 wurde die heute wieder bestehende Loge „Minerva zu den drei Palmen“ in Leipzig, 1776 die Loge „Balduin zur Linde“, ebenfalls in Leipzig, gegründet. Die gedruckte Mitgliederliste „Minerva“ weist zwischen 1741 und 1841 kein Mitglied aus dem Bornaer Land auf. Ob Bornaer Mitglieder in anderen Logen waren, konnte nicht ermittelt werden. Jedenfalls kann als sicher gelten, dass Männer aus dem Bornaer Raum spätestens seit Ende des 18. und Beginn des 19. Jh. Mitglieder des Freimaurerbundes waren. Allerdings erscheinen bereits 1768 bzw. 1769 die Grafen Friedrich August und Abraham Gottlob Rex sowie 1809 Ferdinand Heinrich von Helldorf als Mitglieder der Loge „Minerva“; alle drei haben zumindest einen familiären Bezug zum Bornaer Land (Zedtlitz bzw. Kieritzsch) ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Rosemarie Köhler Der Annenalter von Costewitz
Dr. Wolfgang Sperling Aus der Mölbiser Mühlengeschichte
Guntrum Riedel Das Saatgut – Dr. Kirsche – Pfiffelbach in Trautzschen
Hans-Joachim Härting Die Härtings als Schankwirte in Lobstädt
Tylo Peter Die Tat tötet den Mann – die letzte öffentliche Hinrichtung in Pegau
Armin Köhler Die geistliche Lage der sieben Oberdörfer in der Zeit von 1850 bis 1914
Hans-Joachim Härting Die Härtings und die Obermühle zu Pegau
Hartmut Stange Die Geschichte der Privatschule in Groitzsch
Helmut Hentschel Burgen und Wehranlagen in der Siedlungszelle Rötha
Tylo Peter Borna, eine Stadtgründung des Markgrafen Dietrich?
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Warum sagtest Du mir nicht ein Wort in Kahnsdorf davon?
Helmut Oertel Hausinschriften – Wetterfahnen – Gedenktafeln
Jürgen Weißhorn Gartenzäune im ländlichen Raum
Prof. Dr. Rainer Arnold Die Freimauerer in Borna
  Der „Spuk“ in der Bornaer Kunigundenkirche
  Von Fuß und Meter
  Kulturhistorisches Projekt „Südraum Leipzig“
  Veröffentlichungen des Familienarchivs Papsdorf

Heimatblätter des Bornaer Landes (Heft 12)

2006 vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. herausgegeben.

Mit einem Text über das Bornaer Land zur Lutherzeit von Dr. Hans-Jürgen Ketzer.

Aus dem Inhalt

Am 2. November 1817 wurde im Gedenken an das Zölsdorfer Gut der Familie Luther an jenem Ort, an dem es sich einst befand, ein schlichter Gedenkstein gesetzt, der Vorläufer des heute in Neukieritzsch befindlichen Denkmals. 15 bis 20 Tausend Teilnehmer sollen an der Einweihungsfeier auf dem freien Feld zwischen Breunsdorf und Kieritzsch, Droßdorf und dem Bahnhof Kieritzsch teilgenommen haben. Für die damalige Zeit eine ungeheure Menschenmenge! Es war damals anwesend, wer im gesamten Landstrich irgend Beine hatte um herzukommen. Für unsere Vorfahren musste dieses Ereignis angesichts dessen schon, einen außerordentlichen Stellenwert besitzen ...

Aus dem weiteren Inhalt:

AutorBeitrag
Helmut Oertel Windisch Borna?
Tylo Peter Aufregung und Wirren um die Annales Pegavienses
Tylo Peter Wiprechts 1100 Hufen sind „gefunden“, aber die Suche nach Butsin geht weiter!
Tylo Peter Wichner gibt ein Rätsel auf
Hartmut Stange Die Einführung der Städteordnung in Groitzsch
Gert Rosenkranz Friedrich Eduard Gaebler – ein berühmter Kartograph in Leipzig und Kleinstorkwitz
Dr. Hans-Jürgen Ketzer Das Bornaer Land zur Lutherzeit
Helmut Oertel Bauerngärten

Regional-geschichtliche Forschungen

Ein Reihe von Publikationen widmet sich der frühen Geschichte der Landstriche im Leipziger Südraum, um den hier lebenden Menschen das Wertgefühl für ihre in der jüngsten Vergangenheit in Verruf geratenen Heimat zurückzugeben.

Hefttitel und Herausgabejahr
Die Geschichte Mitteldeutschlands begann mit Wiprecht (2010)
Wiprecht von Groitzsch – Sein Leben nach den Jahrbüchern des Klosters Pegau (1994)